Digitalisierung in der kulturellen Bildung: What`s next?! Abschlusstagung der BMBF-Förderlinie

Vom 28.-29. September 2022 findet in Nürnberg die Abschlusstagung der BMBF-Förderlinie „Forschung zur Digitalisierung in der kulturellen Bildung“ statt.

 

Ab sofort können Sie sich hierfür anmelden:

https://ww3.unipark.de/uc/Anmeldungdikubi/

Anmeldungen nehmen wir bis zum 31.07.2022 entgegen.

Zum Abschluss der BMF-Förderlinie „Digitalisierung in der kulturellen Bildung“ veranstaltet das dazugehörige Metavorhaben die Tagung „Digitalisierung in der kulturellen Bildung: What’s next?!“ zu zukünftigen potentiellen Schwerpunkten in der Forschung zur Digitalisierung in der kulturellen Bildung. Ziel ist es, über den Tellerrand hinauszuschauen und die im Förderschwerpunkt gesammelten Erfahrungen und Ergebnisse gewinnbringend in das Feld zu transportieren.

Forschungsergebnisse aus dem Feld der kulturellen Bildung werden in parallelen Postersessions vorgestellt (5 Min. Präsentation, anschließend Zeit für individuelle Gespräche). Gerne können Sie zum Programm beitragen und ihre Forschungsergebnisse im Rahmen einer Postersession vorstellen. Ihren Posterbeitrag können Sie bei der Anmeldung zur Tagung angeben.

Abgeschlossen wird die Konferenz mit einer Reihe an methodischen Workshops, welche am zweiten Tagungstag stattfinden werden.

Das Programm finden Sie untenstehend.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

Stephan Kröner, Lisa Birnbaum, Sophie Uhing und Alexander Christ

 

Änderungen vorbehalten

Mittwoch, 28. September 2022

13.00 Uhr Ankommen
14.00 Uhr Eröffnung und Begrüßung

Markus Braig (BMBF) & Stephan Kröner (FAU Erlangen-Nürnberg)

14.30 Uhr Postersession

zur Forschung zur Digitalisierung in der kulturellen Bildung

16.00 Uhr Kaffeepause
16:30 Uhr

Ende: 18:00 Uhr

Podiumsdiskussion

What`s next – Kulturelle Bildung in postdigitalen Gesellschaften

  • Anne Bergner, ABK Stuttgart
  • Johannes Hasselhorn, HfMDK Frankfurt am Main
  • Benjamin Jörissen, FAU Erlangen-Nürnberg
  • Stephan Kröner, FAU Erlangen-Nürnberg
  • Vanessa-Isabelle Reinwand-Weiss, Universität Hildesheim

Moderation: TBA

18:30 Uhr Gemeinsames Abendessen

Donnerstag, 29. September 2022

9.00 Uhr Workshops – Teil I
  • Strukturgleichungsmodelle mit R, Eva Fritzsche (TU München & FAU Erlangen-Nürnberg)
  • Social-Media-Analyse mit Textmining, Veronika Batzdorfer (GESIS)
  • Item-Response-Theory, Michael Schurig (TU Dortmund)
  • Design-Based-Research / pragmatische Praxisforschung (vorläufiger Titel), Iwan Pasuchin (Mozarteum Salzburg)
10.30 Uhr Kaffeepause
11.00 Uhr Workshops – Teil II
12:30 Uhr Mittagspause
13.30 Uhr Workshops – Teil III
15:00 Uhr Kaffeepause
15:30 Uhr

Ende: 17:00 Uhr

Workshops – Teil IV

 

Postersession:

Poster können bis zum 31.07.2022 eingereicht werden. Die Poster müssen in DIN A0 und Hochformat gedruckt werden. Einzureichen sind:

  • Name(n) des/der Autorinnen und Autoren mit institutioneller Affiliation
  • Titel der Arbeit
  • Abstract (max. 1500 Zeichen)

 

Workshops:

  • Die Workshops finden parallel statt, es kann daher nur ein Workshop besucht werden.
  • Dauer: 9-17 Uhr
  • Kosten: 30 €
  • Teilnehmerzahl: mind. 6, max. 12 bzw. 16 Teilnehmende
  • Anmeldeschluss: 31.07.2022

Workshopbeschreibungen

Item-Response-Theory, Michael Schurig (TU Dortmund)

Eine objektive Messung ist definiert durch die Invarianz der Eigenschaften der Messinstrumente innerhalb eines zulässigen Fehlerbereichs. Sie ist also unabhängig davon, welche Beobachtung zur Messung des inhaltlich interessierenden Konstrukts verwendet wird und welche Person oder welche Sache gemessen wird (Program Committee of the Institute for Objective Measurement, 2000). Ziel ist es, einen gemeinsamen Referenzstandard für den Austausch von quantitativen Werten (oft den Eigenschaften der Messinstrumente und/oder der Zielpopulation) zu schaffen, so dass für eine bestimmte Variable relevante Forschung und Praxis unter einheitlichen Bedingungen und auf einer Metrik durchgeführt werden können. Dies ist relevant, da beispielsweise Programmeffektivität durch möglichst objektive Messungen und nicht durch programminhärente (treatment-inherent) Messungen bestätigt werden sollten (Slavin & Madden, 2011).

Eine objektive Messung kann durch eine Vielzahl von Ansätzen und Methoden erreicht und aufrechterhalten werden und bewegt sich in den Forschungstraditionen der repräsentativen Messtheorie, der Item-Response-Theorie (IRT) und der Theorie latenter Variablen. Inwieweit eine Eigenschaft von Messinstrumenten konstant bleibt, kann im Rahmen des flexiblen und theoretisch gut anschlussfähigen Item-Response Ansatzes explizit geprüft werden. Besondere Relevanz hat die IRT für die präzise Bestimmung von Personeneigenschaften in Abgrenzung zu Itemeigenschaften und anderen Faktoren (z.B. Ratewahrscheinlichkeit). Per IRT generierte Personenparameter können wiederum in inferenzstatistischen Verfahren verwendet oder in Strukturgleichungen eingesetzt werden. Damit ist IRT nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung anderer Verfahren zu betrachten (Rost, 1996).

  • In dem Workshop werden wir uns einführend mit testtheoretischen Grundlagen der probabilistischen IRT und der Verwandtschaft zu zum Beispiel kongenerischen Testmodellen beschäftigen. Zudem werden Konzepte wie Item-, Personen- und Modellanpassung sowie differentielle Itemfunktionen (dif) vor dem Hintergrund der messpraktischen Relevanz diskutiert.
  • In der Folge werden einfache Modelle (dichotome und politome Raschmodelle) sowie Prüfungen auf Invarianz (dif-Analyse, Distraktoranalyse) mithilfe des jamovi -Moduls SnowIRT (Seol, 2021), welches auf TAM (Robitzsch, Kiefer & Wu, 2021) unter R basiert, gemeinsam erstellt. Für dieses Vorgehen ist keine Programmierkenntnis in R (R Core Team, 2022) nötig und es wird mit einer graphischen Oberfläche gearbeitet.
  • Im letzten Teil werden Modelle mit mehr Parametern (2PL und mehr, partial credit Modelle, multidimensionale Modelle) gemeinsam erarbeitet. Dies wird mit TAM (Robitzsch, Kiefer & Wu, 2021) unter R R Kenntnisse sind hier von Vorteil.

Anmerkung:

Für den Workshop wird folgende Software benötigt:

  • Jamovi Version 2.2.5 mit dem Modul SnowIRT (https://www.jamovi.org/)
  • R1.3 mit den Packages TAM, WrightMap, mvtnorm, lattice, miceadds, plyr, psych und sirt
  • Weitere open-source Software kann auf Anfrage diskutiert oder integriert werden.

Strukturgleichungsmodelle mit R, Eva Fritzsche (TU München & FAU Erlangen-Nürnberg)

In der sozialwissenschaftlichen Forschung spielt die konfirmatorische Faktorenanalyse (CFA) eine wichtige Rolle bei der Fragebogenkonstruktion, beziehungsweise bei der Auswertung von Fragebogendaten. So können Zusammenhänge der Items untereinander durch eine geringere Anzahl dahinter liegender homogener Faktoren geprüft werden. Diese Faktoren werden dann als Basis für die Modellbildung herangezogen (Bühner, 2011).

Konnten Faktoren gefunden werden, können mit Strukturgleichungsmodellen (SEM) Zusammenhänge zwischen diesen Faktoren geprüft werden. Es wird also geprüft, inwiefern die vorliegenden Daten zu einem theoretisch angenommenen Modell passen. Liegen verschiedene Modelle vor, kann geprüft werden, welches der Modelle die vorliegenden Daten besser repräsentiert.

Werden verschiedene Gruppen von Personen untersucht, ist es nicht selbstverständlich, dass ein Modell von einer Gruppe auf eine andere Gruppe übertragen werden kann. Dies kann nur getan werden, wenn Messinvarianz vorliegt. Liegt Messinvarianz vor, können Unterschiede zwischen den Gruppen interpretiert werden (Brown, 2015).

  • In dem Workshop werden wir uns einführend mit der konfirmatorischen Faktorenanalyse (CFA) beschäftigen. Dabei werden Modellanpassungen durchgeführt und diskutiert.
  • In der Folge werden einfache Strukturgleichungsmodelle (SEM) gemeinsam erstellt. Es werden aufeinander aufbauende Modelle miteinander verglichen.
  • Im letzten Teil werden Modelle auf Messinvarianz geprüft (vgl. Brown, 2015). Grundlegende R Kenntnisse (R Core Team, 2022) sind für den gesamten Workshop von Vorteil.

Anmerkung:

Für den Workshop wird folgende Software benötigt:

R 4.1.3 mit den Packages lavaan, sem, semtools, simsem, und psych sowie RStudio

Vor dem Workshop wird eine E-Mail mit Links zu R und zu den benötigten Packages versendet.

Social-Media-Analyse mit Textmining, Veronika Batzdorfer (GESIS)

Workshopbeschreibung folgt

Design-Based-Research / pragmatische Praxisforschung, Iwan Pasuchin (Mozarteum Salzburg)

Workshopbeschreibung folgt

 

Rückfragen bitte an lebi-dikubi-meta@fau.de

Anmeldungen bitte unter: https://ww3.unipark.de/uc/Anmeldungdikubi/